Die Wirtschaft wächst, die Preise ebenso, die Gehälter nur gering. Allzu weit überflügeln die Lohnsteigerungen 2011 die von der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) prognostizierte Inflationsrate von 2,1 Prozent nicht, manche liegen darunter.
Immerhin um 2,5 Prozent steigt der Mindestlohn bei den rund 165.000 Metallern, die Ist-Löhne wachsen dort um 2,3 Prozent. Beamte erhalten ab 1. Jänner durchschnittlich 1,03 Prozent mehr. Die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes erhalten sozial gestaffelt eine Gehaltserhöhung zwischen 0,85 und 2,09 Prozent. Die Bediensteten bekommen mindestens 25,5 Euro pro Monat zusätzlich. Handelsangestellte – von ihnen gibt es rund 450.000 in Österreich -, die bis 1.500 Euro verdienen, bekommen ab 1. Jänner 2,3 Prozent mehr Gehalt. Zwischen 1.500 und 1.800 Euro beträgt das Plus 2,1 Prozent, darüber 2 Prozent. Die etwa 130.000 Angestellten im Allgemeinen Gewerbe, Handwerk, Information und Consulting erhalten 2,2 Prozent mehr Gehalt.
Die Eisenbahner, deren Löhne und Gehälter bereits rückwirkend mit Mitte 2010 angehoben wurden, mussten sich mit einem moderaten Abschluss zufriedengeben: Für niedrige und mittlere Einkommensbezieher gibt es eine Erhöhung von 35 Euro. Wer über der Höchstbemessungsgrundlage von 4.110 Euro brutto monatlich verdient, ging überhaupt leer aus. Die Pensionen steigen um 1,2 Prozent, allerdings nur bis zu einem Bezug von 2.000 Euro. Darüber wird das Plus geringer, ab 2.310 Euro gibt es keine Erhöhung mehr.
Quelle:http://relevant.at/wirtschaft/karriere/58428/gehaelter-wachsen-2011-geringer-wirtschaft.story